Helfen vom Sofa

Corona erfordert Solidarität – auch mit den Menschen auf der Flucht!

Das Corona-Virus ist derzeit das bestimmende Thema. Aber es trifft nicht nur Deutschland, sondern auch die Flüchtlinge an den Grenzen Europas – und zwar deutlich härter als uns!

Zuhausebleiben ist das Gebot der Stunde – auf dem Sofa. Das bedeutet: Weniger Gelegenheit zum Geld ausgeben.

Unsere Idee: Einen Teil dieser Einsparungen denen zugute kommen zu lassen, die kein Zuhause haben, in das sie sich zurückziehen können. Die keine gut gefüllten Vorratsschränke haben und für die Klopapier momentan das geringste Problem ist.

Also: Helfen wir vom Sofa!

Wie du helfen kannst

News verfolgen und teilen

Es ist wichtig wie nie, die Menschen am Rande Europas nicht aus dem Blick zu verlieren: sich informieren, andere informieren, Öffentlichkeit schaffen. Schau dir zum Beispiel unter NEWS die Meldungen an, die wir immer wieder aktualisieren, und teile sie in den Sozialen Medien.

Petitionen und Aktionen

Seit einigen Wochen entstehen vielfältige Petitionen mit weitreichenden Forderungen: von der Evakuierung der Camps über die Aufnahme von Flüchtlingskindern bis hin zum Waffenstillstand in Kriegen. Neben diesen PETITIONEN gibt es außerdem kreative AKTIONEN und Protestformen, die unter den aktuellen Umständen möglich sind.

Spenden

Eine sehr effektive Unterstützungsmöglichkeit ist und bleibt das SPENDEN an Organisationen, die momentan vor Ort sind. Sie bereiten neben der Fortsetzung ihrer medizinischen Nothilfe die Camps auf einen Corona-Ausbruch vor und sind auf unsere finanzielle Unterstützung stärker angewiesen als je zuvor.

Etwas ausführlicher…

Darum geht es uns

Das Thema Corona beherrscht aktuell die Medien bis in die letzte Spalte. Dadurch geraten andere Themen in Vergessenheit, die allerdings von größter Dringlichkeit sind – so auch die Situation der geflüchteten Menschen, die auf den griechischen Inseln festsitzen. Dabei spitzt sich ihre Lage angesichts der zunehmenden Ausbreitung von Corona weiter zu. Ihre unwürdigen Lebensumstände machen sie allesamt zur Risikogruppe.

Auch wenn bisher nur vereinzelte Camps in Griechenland von dem Virus betroffen sind, bleibt es eine Frage der Zeit, bis es die Hotspots für Geflüchtete auf Lesbos, Samos und Chios erreicht. Die allgemeingültigen Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus sind auch bei bestem Willen in einem Flüchtlingscamp nicht umsetzbar:

Wie soll man zwei Meter Abstand halten, wenn man zu zehnt mit Fremden in einem Zelt lebt und täglich mehrere Stunden in der Essensschlange steht?

Wie soll man sich effektiv die Hände waschen, wenn man keine Seife hat und sich einen Wasserspender mit 1000 anderen Menschen teilt?

In den Flüchtlingslagern gibt es keine Intensivstationen und keine ausreichende medizinische Versorgung. Wer sich dort mit Corona infiziert, hat schlechte Chancen.

Die Stimmung in den Lagern ist angespannt – Viele fühlen sich von Europa alleingelassen! Es kam in den letzten Wochen immer wieder zu gewaltsamen Konflikten und Bränden in den Camps, durch die hunderte Menschen ihr „Zuhause“ verloren haben. Mit Protesten und Hilferufen machen Geflüchtete auf ihre Situation aufmerksam, werden aber bisher kaum gehört. Luxemburg und Deutschland haben begonnen, minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aufzunehmen – ein Anfang, bei dem es nicht bleiben darf!

Ganz unabhängig von Schuldzuweisungen, europäischen Lösungen oder Parteilinien sollte klar sein: Die Zustände sind katastrophal wie nie! Es braucht es eine grundlegende Veränderung – und zwar SOFORT!

Wegen Corona steht unsere Gesellschaft Kopf. Unsere Planungen sind über den Haufen geworfen, unser Alltag befindet sich im Ausnahmezustand. Das relativiert Vieles. Es bringt uns zum Nachdenken darüber, was wirklich zählt: dass wir uns gegenseitig helfen, wo wir können.

Verlieren wir nicht diejenigen Menschen aus den Augen, denen es in diesen Tage mehr denn je an die Existenz geht. Helfen wir ihnen – vom Sofa aus!